Im äußersten Westen gelegen ist Vohwinkel das Eingangstor Wuppertals und zugleich sein drittgrößter Stadtteil. Mehr als 31.000 Menschen leben hier und können auf eine stolze 700-jährige Geschichte ihres Stadtteils zurückschauen. Noch heute ist eine der ersten Eisenbahnlinien Deutschlands, die Vohwinkel zur Mitte des 19. Jahrhunderts mit Essen-Steele verband, in Betrieb. Das wunderschöne historische Rathaus mit seinem 38,5 m hohen Turm zeugt noch von der einstigen Bedeutung Vohwinkels als Verwaltungssitz des Landkreises zwischen 1877 und 1929.

 Vielleicht ist es der westlichen Lage und dem damit einhergehenden regen Austausch mit dem bekanntlich fröhlichen Rheinland zu verdanken, dass Vohwinkel den Ruf der „freundlichen Ecke Wuppertals“ erlangte. Diese Freundlichkeit der Vohwinkeler zeigt sich auch in einer tiefen Verbundenheit mit ihrem Stadtteil und einem breiten bürgerschaftlichen Engagement: Der Vohwinkeler Sportverein (VSTV) ist der größte seiner Art im Stadtgebiet, das Freibad wird seit dem Rückzug der Stadt im Jahr 2012 durch ehrenamtlichen Einsatz betrieben und auch das historische Bahnhofsgebäude füllt ein gemeinnütziger Verein als Begegnungsstätte weiterhin mit Leben.

 Doch nicht nur die vielen Sehenswürdigkeiten wie die Schwebebahnendhaltestelle, der alte Villenbestand in Hammerstein, die Ausstellung historischer Schwebebahnteile im Stationsgarten sowie das Rittergut im mittelalterlichen Schöller machen Vohwinkel zu einem beliebten Ausflugsziel: mit seiner zentralen Lage zwischen der Nordbahn- und Korkenziehertrasse hat sich Vohwinkel in den vergangenen Jahren zum Hotspot für Fahrradtouristen entwickelt, die von hier das bergische Land erkunden. Die hohe Lebensqualität macht Vohwinkel seit Langem zu einem der gefragtesten Stadtteile.